Samstag, 1. Oktober 2005 - 7:45 Uhr
Ein sonniger Tag beginnt. Bescheidenes Frühstück mit d-nu; Feta, eine Art Edamer, Tomate, Gurke, Butter, Erdbeermarmelade, Honig, gekochte Eier (aber kalt), Beuteltee, Oliven und Brot.
Mittags - 1. Ausflug - Hagia Sophia
Bauzeit nur sechs Jahre. Jetzt gerade unter der Kuppel eingerüstet.
Danach Stippvisite zur „Blauen Moschee“ die nur 10 Minuten entfernt ist, aber nicht reingegangen, da gerade Gebetszeit war.
Zu den Fotos geht es hier lang: Hagia Sophia
14:00 Uhr
Mittagessen bei uns vor der Tür in einem normalen türkischen Restaurant. Frischer Salat und Fleisch.
Danach die Blaue Moschee in Angriff genommen. Ein netter Führer, der sich nicht wirklich aufdrängte, so zwischen 60 und 80 Jahre alt, hat uns auf deutsch einige Geschichten erzählt. Er selbst sei mit 16 in Berlin auf dem Gymnasisum gewesen, und habe dort deutsch gelernt. Wenn er noch Zähne gehabt hätte, hätte man ihn richtig gut verstanden. Wir erhielten einen kleinen Exkurs in den muslimischen Glauben nebst amüsanter Erklärung, warum Frauen und Männer getrennt beten müssen.
Die Geschichten wurden noch durch „Käptn Blaubär“-Geschichten angereichert. 3 Straußeneier seit Bau der Moschee unter der Kuppel, deshalb keine Insekten in der Moschee. Akustik in der Moschee hervorragend, da Ecken geriffelt, dadurch kein Echo.
Tipp für die Frauen: Ein Kopftuch ist nur zwingend erforderlich, wenn man sich während des Gebets in der Moschee aufhält. Man braucht kein eigenes, große Tücher hängen zum Ausleihen vor jeder Moschee. Die Moschee selbst betritt man barfuß oder auf Strümpfen. Für die Schuhe erhält man Tüten oder man lässt sie einfach draußen stehen. Da die gesamte Moschee mit Teppich ausgelegt ist, braucht man auch keine Angst vor nassen Füßen zu haben.
Fasziniert hat mich die reletaiv kurze Bauzeit der Blauen Moschee: Sieben Jahre mit 5000 Menschen.
Zu den Fotos: Blaue Moschee
16:30 Uhr
Gabi hat Feierabend und d-nu zieht zu ihr und Housi. Daher erstmal Gepäck zu Gabis Wohnung gebracht. Später mit dem Bus ins Vergnügungsviertel Taksim. Und als wäre die Taxifahrt nicht schon genug gewesen, nun dreht auch noch der Busfahrer durch. Mitten in der Rushhour wird er von einem Fahrgast abgelenkt, und biegt deshalb falsch ab. Wohlgemerkt, Hauptverkehrsstraße - und eigentlich geht es nur in eine Richtung - der Bus fährt rückwärts wieder raus - chaotisch aber lustig.
Taksim
Taksim – das Vergnügung- und Ausgehviertel - sowohl für Touristen als auch die Einheimischen. Unglaublich viele Menschen. Lecker gegessen im ...
Große Auswahl an Vorspeisen, kleines Hauptgericht – genau richtig.
In Straßenkneipe ein wenig Birra mit Salzpopcorn.
An diesem Tag lief gerade eine Fußballspiel. Bei jedem Tor gab es einen Riesenjubel auf der Straße. Danach müsste der Endstand 3:0 gewesen sein. Leinwände befinden sich an den Hauswänden, TV läuft in vielen Kneipen, so dass man von fast überall das Spiel verfolgen konnte.
Weiter durch das Viertel gelaufen. Kurz durch die Französische Straße gedrängelt. Als es noch Algerische Straße war, sie sie nicht so gut besucht gewesen, verrät uns Housi später. Rushhour auch hier – Geschäfte, Mode und anderes – sehr lange geöffnet. Frische Fische neben Oliven, Gemüse, Schmuck und natürlich Kitsch so weit das Auge reicht.
Zoebar
Ein Blick in die Zoebar: Hier kommen wir nur rein, weil wir Touristen sind. Für normale Türken ansonsten kein Einlaß. Türsteher und alles super edel. Dachterrasse mit Blick über Istanbul bei Nacht. Gelegenheit für Fotos genutzt.
Istanbul-Panorama bei Nacht
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Gramophon-Bar
Langsam schmerzen die Füße, wir halten Ausschau nach einer Absacker-Bar und werden durch bequeme Sessel angelockt. Es gibt Live Musik Gabi bestellt Raki – bekommt Latte macciato. Macht nix – zuviel Raki ist eh nicht gut.
Leichte Verstimmung, als wir die Rechnung erhalten - „Musiccharge + 40 TLY“, aber egal, war ein netter Abend und die Musik nicht schlecht - also was solls?
0:00 Uhr
Mit dem Taxi zurück nach Sultan Ahmed. Es gibt auch normale Fahrer, fährt uns sehr vernünftig zurück. Absacker bei Housi ist Pflicht - danach schnell ins Hotel und schlafen ...




